Terramadre

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Zu einer neuen gemeinsamen Agrarpolitik

Round Table
Fr. 14. Oktober 2011, Beginn 18.00 Uhr
Rathauskeller: Lanner/Lehar Saal

Anmeldungen an: terramadre(at)slowfood-wien.at mit dem Betreff 'Anmeldung Agrarpolitik'. Bitte geben Sie Ihren Namen und die Anzahl der teilnehmenden Personen an.

Die gemeinsame europäische Agrar-und Ernährungspolitik (GAP) wird bis 2015 einer umfassenden Reform unterzogen. Die neue GAP muss wichtige Herausforderungen stemmen und von Grund auf reformiert werden. Denn schwerwiegende Ungleichheit kennzeichnet das bestehende Modell. So sind die Fördermittel zwischen kleinen, mittleren und großen Agrarbetrieben und den Mitgliedsstaaten sehr ungleich verteilt und die bestehenden Regelungen sind mitverantwortlich dafür, dass von 500 Millionen Einwohnern Europas 250 Millionen übergewichtig sind, 42 Millionen unter schwer mangelhaften Bedingungen leben, während jedes Jahr rund 90 Millionen Tonnen essbarer Lebensmittel weggeworfen werden. Zusätzlich hat die industrielle Lebensmittel- und Landwirtschaftsproduktion die schwerwiegendste Umwelt- und Klimakrise, die die Menschheit je erlebt hat, verursacht.

Slow Food hat beschlossen sich in die Debatte einzubringen, um mit der eigenen Erfahrung und Vision einen Beitrag zu einer nachhaltigeren und gerechteren GAP zu leisten.

Die Ziele der GAP von morgen sind die Nachhaltigkeit und die neue Ländlichkeit. Hochqualitative, hervorragend schmeckende Lebensmittel, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Preise, die Förderung kleinere und mittlerer Bauernhöfe, insbesondere in benachteiligten Gebieten sowie Lebensmittelhandwerksbetriebe und die Beziehungen zwischen Produzent/innen und Konsument/innen.

Noch sind wir davon weit von dieser Vision entfernt, der gegenwärtige Entwurf der EU stimmt nicht gerade hoffnungsfroh. Im Rahmen der Diskussion sollen zukunftsfähige Alternativen zum vorherrschenden Agrar- und Ernährungspolitik und Wege für die nachhaltige Veränderung

unseres Lebensmittelsystems und Ernährungssouveränität erörtert werden.

Es diskutieren:

Paolo di Croce, Generalsekretär Slow Food International

Abg. z. NR DI Dr. Wolfgang Pirklhuber (Bauer, Agrarökologe, Philosoph und Sprecher für Landwirtschaft und Regionalpolitik – die Grünen)

Mag. Alexandra Strickner (Ökonomin, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied Attac Österreich)

Moderation Dr. Petra C. Gruber (Sozialwirtin, Leiterin des

Interdisziplinären Forschungsinstitutes für Entwicklungszusammenarbeit der Johannes Kepler Universität Linz /IEZ)

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