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Ernährungssouveränität

...bezeichnet das Recht aller Völker, Länder und Ländergruppen, ihre Landwirtschafts- und Ernährungspolitik selbst zu definieren. Dabei geht sowohl darum, dass ausreichend Lebensmittel vorhanden sind (Ernähungssicherheit), als auch um Themen wie Klima, Land, Wasser oder Saatgut. Der Begriff wurde anlässlich der Welternährungskonferenz 1996 von der internationalen Kleinbauern- und Landarbeiterbewegung Via Campesina geprägt.

„Essen, was man retten will“

Ein ebenso schöner wie schmackhafter Grundsatz der Slow Food Philosophie: Je größer die Nachfrage, desto größer die Chance, dass „aus der Mode“ gekommen Produkte - wie alte Pflanzensorten, Tierrassen oder handwerklich aufwändig hergestellte Lebensmittel - überleben können. Regionale Nahrungsmittel, Nutzier- und Nutzpflanzenarten, deren Betreuungs- und Herstellungsaufwand schwer in den Preis einkalkulierbar sind, und die daher unter den herrschenden marktwirtschaftlichen Bedingungen kaum existieren können, sollen unter dem Dach der Slow Food Bewegung wieder den ihnen zustehenden Stellenwert erlangen.

Essbarer Schulgarten

Entstanden durch die Initiative der „grünen Göttin Amerikas“, US-Starköchin und Slow Food Grande Dame Alice Waters. Das Konzept: Schulkinder werden von der Aussaat über die Pflege bis zu Ernte und Zubereitung in den Weg der Lebensmittel eingebunden und sind in einzelnen Gruppen auch jeweils für ihren Bereich verantwortlich. Alice Waters wurde dafür mit dem Witzigmann-Preis 2009 ausgezeichnet

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Förderkreis (oder Presidio):

Sind Projekte, die Lebensmittelhandwerkern helfen, ihre traditionellen Herstellungsmethoden und Produkte zu bewahren. Sie sind auf ein bestimmtes geographisches Gebiet bezogen, wobei die Strategien je nach Projekt und Produkt variieren. Unanhängig von der Anzahl der Produzenten die sich für das Projekt zusammenschließen folgen alle den gleichen Zielen: Verfestigen der Produktionstechniken, Einführen von verbindlichen Produktionsstandards, Garantie einer tragfähigen Zukunft für die Produkte und Herstellung nach alter Handwerkskunst.

FAIRTRADE

Die internationale Gütesiegelinitiative FAIRTRADE setzt sich für faire Handelsbeziehungen ein und fördert gezielt benachteiligte Kleinbauernfamilien und ArbeiterInnen in den sogenannten Entwicklungsländern. Im FAIRTRADE-System erhalten die ProduzentInnen für ihre Ernte gerechte Mindestpreise und für ihre Arbeit eine gerechte Entlohnung, können langfristige Handelsbeziehungen aufbauen und mit FAIRTRADE-Prämiengeldern ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Dafür halten sie soziale, ökonomische und ökologische Mindeststandards ein, die vom Dachverband Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) entwickelt und von der unabhängigen Zertifizierungsorganisation FLO-CERT GmbH kontrolliert werden. Produkte wie Kaffee, Schokolade oder Orangensaft, die das FAIRTRADE-Gütesiegel tragen, entsprechen diesen internationalen FAIRTRADE-Standards. In Österreich überwacht der Verein FAIRTRADE Österreich die korrekte Verwendung des FAIRTRADE-Gütesiegels durch die Lizenzpartnerfirmen.

Fairer Handel

Fairer Handel ist eine auf Dialog, Transparenz und Respekt aufgebaute Handelspartnerschaft, die mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel anstrebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Absicherung der Rechte benachteiligter ProduzentInnen und ArbeiterInnen in den sogenannten Entwicklungsländer leistet der Faire Handel einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.

G

 

Geschmackserziehung:

Slow Food organisiert Geschmackserziehung, für Kinder genauso wie für Erwachsene, welche auf dem Trainieren der Sinne und dem Auseinandersetzen mit Produktionstechniken basiert. Durch das bewusste Essen, welches mit Genuss, Kultur und Geselligkeit einhergeht, kann Werte, Einstellungen und Gefühle beeinflussen und durch aufschlussreiche Erfahrungen das Bewusstsein schärfen.

Gut, sauber, fair:

Die Philosophie von Slow Food stützt sich auf folgende Adjektive:Gut - wohlschmeckend, frisch, die Sinne anregend und befriedigend.Sauber - Produktion ohne die Ressourcen der Erde, die Ökosysteme oder die Umwelt zu belasten und ohne der menschlichen Gesundheit zu schaden.Fair - die soziale Gerechtigkeit achtend, durch angemessene Bezahlung und faire Bedingungen von der Herstellung über den Handel bis hin zum Verzehr.

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International Commission on the Future of Food and  Agriculture

Die „Internationale Kommission zur Zukunft der Lebensmittel und Landwirtschaft“ wurde von der Region Toskana unter dem Vorsitz von Öko-Aktivistin und Trägerin des Alternativ-Nobelpreises, Vandana Shiva, gegründet. Sie beschäftigt sich mit Zukunftsszenarien rund um die Themen Ernährung, Landwirtschaft und Klima. Die Kommission legte nach dem Manifest zur Zukunft der Lebensmittel (2003) und dem Manifest zur Zukunft des Saatguts (2006) das Manifest zum Klimawandel und zur Zukunft der Lebensmittelsicherheit (2008) vor.

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Jahr der Biodiversität – 2010

2010 wurde zum UNO-Jahr der biologischen Vielfalt erklärt. Von den UNO-Mitgliedsstaaten soll bis dahin Rechenschaft darüber abgelegt werden, ob der Verlust an Biodiversität in den vergangenen Jahren aufgehalten werden konnte – wie auf dem UNO-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 beschlossen.

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