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Die Arche des Geschmacks

Das Projekt wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Lebensmittel die ein echtes produktives und wirtschaftliches Potenzial haben und eng an bestimmte Gemeinschaften und Kulturen gebunden sind, die aber zu verschwinden drohen zu katalogisieren, zu beschreiben und öffentlich auf die Produkte aufmerksam zu machen.

ARCHE Projekt

Im „ARCHE-Projekt“ arbeiten ARCHE NOAH, SLOW FOOD Wien und ARCHE AUSTRIA gemeinsam mit BIO AUSTRIA daran, alten Sorten und gefährdeten Nutztierrassen wieder einen Platz am Markt zu sichern, und mit bäuerlichen Betrieben neue Perspektiven der Vermarktung zu entwickeln.
Ein wichtiges Instrument des Projektes ist die Mitwirkung an der internationalen Slow Food „Arche des Geschmacks”. In Zusammenarbeit mit der Slow Food Stiftung für bilogische Vielfalt und der Arche Komission werden Arche Produkte in Österreich ausfindig gemacht, ernannt und Förderkreise (Presidi) gebildet.

Arche Kommission

Die österreichische Arche-Kommission wurde im Frühjahr 2007 gegründet, um die Leitlinien des Manifests der Arche des Geschmacks zu überprüfen und zu beschreiben. Sie besteht aus ConvivienleiterInnen (Slow Food), einem Ernährungsexperten von Bio Austria, jeweils einem Vertreter von Arche Noah und Arche Austria. Zu ihrem Vorsitzenden wurde Peter Zipser gewählt. Die Arche-Kommission nennt, überprüft und zertifiziert darüber hinaus auch Arche-Produkte. Die Ergebnisse müssen durch die internationale Arche-Kommission bestätigt werden.

Arche Produkt

… sind Lebensmittel, die an Bord der von Slow Food ins Leben gerufenen internationalen Arche des Geschmacks aufgenommen werden. Diese Produkte werden jeweils von einer Kommission überprüft und nach einem aufwändigen Verfahren, bei dem zahlreiche Kriterien erfüllt werden müssen, zertifiziert.

Ein Arche-Produkt muss:

  • einen Beitrag zur geschmacklichen Vielfalt liefern
  • identitätsbildend für bestimmte Regionen sein
  • einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten (die ökologische Qualität der Region stärken)
  • erwerbbar sein
  • selten, oder vom Aussterben bedroht sein
  • die Würde der Tiere und Pflanzen respektieren
  • gentechnikfrei sein
  • die Produktionsrichtlinien für Arche-Produkte erfüllen
Arche Noah

Die Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung ist ein Verein, der sich seit über 15 Jahren für den Erhalt alter Kulturpflanzen einsetzt. Die Arche Noah hat heute über 6000 Mitglieder. Ein Netzwerk von über 200 Menschen kümmert sich konkret um die Erhaltung alter Sorten, pflanzt sie in ihren Gärten und auf ihren Äckern wieder aus und gewinnt so neues, altes Saatgut. Im Sortenarchiv der Arche Noah werden 6.500 Sorten langfristig erhalten.

Arche Austria

Ein Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen, der sich seit über 20 Jahren darum kümmert, noch existierende alte Haustierrassen in Österreich aufzuspüren und mittels Aufbau entsprechender Zuchtgruppen zu erhalten. Denn nicht nur zahlreiche Wildtiere stehen auf der "Roten Liste" für bedrohte Tierarten, sondern auch zahlreiche landwirtschaftliche Nutztiere. Allein in Österreich gelten über 40 Nutzierrassen als gefährdet – vom der Hausgans über das Steinschaf bis zur Rinderrasse Waldviertler Blondvieh.

B

Bio Austria

... ist das Netzwerk der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern mit rund 14000 Mitgliedern. Seit 1995 ist die EU-Bio-Verordnung das grundlegende Regelwerk für die Bio-Betriebe in Österreich, darüber hinaus gibt es noch spezielle Bio Austria-Produktionsrichtlinien, die erfüllt werden müssen.

Biodiversität

... ist die Kurzform des Begriffs biologische Vielfalt (engl.: biological diversity oder biodiversity). Dabei geht es um die Erhaltung der Artenvielfalt ebenso wie um genetische Vielfalt oder die Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen und Ökosystemen. Seit 1992 gibt es auch ein internationales Bekenntnis zur biologischen Vielfalt: Die Biodiversitäts-Konvention („Convention on Biological Diversity“, CBD) wurde auf der UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ausgehandelt und ist ein internationales Vertragswerk, das von 168 Staaten sowie der EU unterzeichnet wurde. Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt auf den 22. Mai festgesetzt.

C

 

Co-Produzenten

Sind aufgeklärte, kritische Konsumenten die sich dessen bewusst sind, dass ihre Entscheidungen die landwirtschaftliche Produktion und den Zustand des Ökosystems beeinflussen.

Convivium:

Das Convivium ist eine lokale Gemeinschaft von Slow Food Mitgliedern, die in der eigenen Region Slow Food leben und so, bzw. inform von gemeinsamen Treffen, Aktionen und Veranstaltungen das Slow Food Netzwerk auf lokaler und internationaler Ebene mitgestalten.

Carlo Petrini

Carlo Petrini ist der Gründer von Slow Food. Er ist in der Politik ebenso aktiv - bereits nach seinem Soziologiestudium etwa war er Mitglied des Stadtrates seiner Heimatstadt Bra im Piemont – wie als Autor, Zeitungsgründer und internationaler Netzwerker sowie unermüdlicher Vertreter für die von ihm deklarierten Slow Food Ziele: Gut , sauber, fair sollen Lebensmittel sein und hergestellt werden. Heute ist er u. a. Autor der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica, 2004 fand auf seine Initiative  und unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles in Turin die erste Terra Madre statt, das Welttreffen von fast 5000 Bauern. Carlo Petrini ist Präsident von Slow Food International, 2007 wurde er in Puebla (Mexiko) für vier Jahre in diesem Amt bestätigt.

Cheese

Vom 18. bis 21. September 2009 findet in Bra zum siebenten Mal die große Käsemesse „Cheese – die Formen der Milch“, statt, die alle zwei Jahre von Slow Food und der Stadt Bra organisiert wird. Die internationale Veranstaltung ist längst eine Referenz für die Meister der Molkerei- und Käsekette weltweit und für ein breites Publikum an Liebhabern geworden, denn es gelingt ihr, die “tausend Seelen des Käses” vom Milchvieh bis zum Endprodukt zu zeigen. Denn jeder Käse ist das Ergebnis einer langen Geschichte und hat seine eigenen Charakterzüge und Besonderheiten. Die Cheese hat sich zum Ziel gesetzt, diese Geschichten zu erzählen, aber vor allem auch dazu beizutragen, dass sie lebendig bleiben.

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